<%@LANGUAGE="JAVASCRIPT" CODEPAGE="65001"%> Der versunkene Hof

Der versunkene Hof

 
Bei Eichenzell unweit Fulda liegt ein großer schilfbewachsener Sumpf von hohen Tannen umgeben, still und düster. Oft sollen Trunkene hineingefallen, Pferde darin versunken sein, und manche schauerliche Sage läuft darüber in der Gegend um. Verwegene Bauern, welche einmal den schlammigen Rand des Sumpfes mit Brettern belegt hatten und nach der Mitte vordrangen, fingen dort Hechte und Karpfen, welche aber alle schwarz von Farbe waren. In alter Zeit soll hier ein schöner Hof gestanden haben. Der Herr desselben war aber ein reicher Prasser, welcher täglich in Saus und Braus lebte und alle Schlemmer der Umgegend anzog. Wie der Herr, so auch die Knechte; sie trieben gottlosen Frevel mit dem lieben Brot und fütterten die Pferde damit. Eines Tages aber, als die Frau vom Hause gerade irgendeinen Schmutz mit Brot abwischte, versank Haus und Hof mit Mann und Maus in die Tiefe, und ein Sumpf hat an die Stelle. Kein Mensch aus dem Hof ist jemals wieder gesehen worden, zu nächtlicher Stunde aber kommen die Geister der Versunkenen als Lichter zum Vorschein und tanzen zischend auf dem Sumpf umher.